Neue EU-Reifenkennzeichnung seit 1. Mai 2021 – Welche Änderungen bringt das mit sich?

Neue EU-Reifenkennzeichnung seit 1. Mai 2021 – Welche Änderungen bringt das mit sich?

Jeder Kraftfahrer sieht sich unweigerlich mit dem Thema „Reifen“ konfrontiert. Die neue EU-Reifenkennzeichnung 2021 muss vor allem beim Kauf neuer oder runderneuerte Reifen berücksichtigt werden, egal um welche Reifen es sich handelt.

„Reifen“ – ein vielschichtiges Thema, das viele Optionen für Kraftfahrer bietet!

Seit der Erfindung des Vulkanisierens von Gummi 1884 durch Charles Goodyear hat sich sehr viel auf diesem Gebiet getan. Mittlerweile stehen Reifen für alle Arten von Fahrzeugen, für Sommer, Winter und das ganze Jahr über sowie in diversen technischen Ausführungen zur Verfügung. In erster Linie sollte jedoch immer die Sicherheit stehen. Reifen sorgen für die Fortbewegung und schützen gleichzeitig das Fahrzeug sowie die Insassen. Egal, um welchen Reifen es geht, wichtig sind immer die Bodenhaftung, der Roll- und Seitenwiderstand, das Nasshaftungsverhalten und der Druck.

Reifen für E-Fahrzeuge – warum sind spezielle Reifen notwendig?

E-Fahrzeuge beschleunigen schneller, das heißt, die Reifen müssen ebenfalls schneller rollen können, aber dennoch sicher sein. Der Rollwiderstand muss also sehr gering sein. Elektrofahrzeuge wiegen aber weitaus mehr als andere Fahrzeuge. Deshalb ist es notwendig, dementsprechende Reifen auszuwählen.

Themen, die alle Reifen betreffen!

Jeder Reifen muss den gesetzlichen und technischen Vorgaben entsprechen und sicher sein. Darüber hinaus müssen alle Reifen mit der vorgeschriebenen Kennzeichnung, also dem Reifenlabel, versehen sein. Diese Kennzeichnungspflicht wurde mit 1. Mai 2021 geändert.
„Damit ist natürlich wieder eine Umstellung der Konsumenten, Hersteller und Händler verbunden. Dennoch geht es schon ein Stück mehr in Richtung Sicherheit im Winter!,“ meinte der Pressesprecher des Autoreifen – Vergleichsportal  Autoreifen-Billiger.com.

Welche Änderungen sind zu beachten?

Die Europäische Kommission ist zur Erkenntnis gekommen, dass die Reifenkennzeichnungsverordnung EU 1222/2009 nicht genügend umgesetzt wird. Die Sichtbarkeit der Kennzeichnung sei mangelhaft. Deshalb wurde das Reifenlabel überarbeitet und eine neue Registrierungsdatenbank, EPREL, ins Leben gerufen. Neue Leistungsfaktoren, Schnee- und Eisgriff, sollen die Reifen sicherer machen. Die neue EU-Verordnung 2020/740 schreibt vor, dass alle Reifen in der EPREL erfasst werden müssen. Für sämtliche Reifen, die vor dem 1. Mai 2021 produziert wurden, gilt die alte Kennzeichnung. Die neue Kennzeichnung soll bewirken, dass der Kraftstoffverbrauch gesenkt, die Emissionen und die Lärmbelästigung reduziert werden.

Welche Details sind zu berücksichtigen?

Das neue Reifenlabel gilt trotz der erwähnten Ansatzpunkte als „Energieeffizienzkennzeichnung“. Der enthaltene QR-Code enthält einen Link zur EPREL-Datenbank. Damit können alle Daten den jeweiligen Reifen betreffend abgefragt werden. EPREL bedeutet European Product Registry Labelling. Die Reifentypkennung ist mehr oder weniger die Artikelnummer der Reifenproduzenten. Sämtliche Reifentypen unterscheiden sich in der Konstruktion sowie Leistung.

Die Reifentypen werden in

  • C1 Busse, Pkw, Wohnmobile, etc.
  • C2 Lkw, Transporter, Anhänger mit einem Geschwindigkeitskategoriesymbol >= N
  • C3 Nutzfahrzeuge mit einem Geschwindigkeitskategoriesymbol <= M

unterteilt.

Die Nasshaftungsleistung und die Kraftstoffeffizienz befinden sich in den Klassen A bis E. Die Lautstärke wird separat in dB angegeben. Die Klasse A ist die Flüsterklasse, wohingegen E als sehr laut gilt. Das neue Schneesymbol bestätigt, dass der betroffene Reifen die 3PMSF-Grenzwerte (Schneetests) problemlos geschafft hat. Das ebenfalls neue Eissymbol garantiert die Einhaltung des ISO-Grenzwertes (Eisbremsprüfung).

Welche Änderungen müssen beim Kauf neuer Reifen daher im Auge behalten werden?

Beim Kauf eines neuen Reifens, egal ob Sommerreifen oder Winterreifen,muss darauf geachtet werden, ob dieser vor dem 1. Mai 2021 hergestellt wurde oder nicht. Ist das der Fall, gilt das alte Label. Wurde der Reifen aber nach dem 1. Mai 2021 produziert, muss er das neue Label mit der Angabe über die Kraftstoffeffizienz, dem Rollgeräusch und der Nasshaftungsleistung enthalten. Reifen müssen immer die Profile tragen, die im jeweiligen Typenschein vermerkt sind. E-Fahrzeuge müssen Reifen für besonders schwere Fahrzeuge tragen. ist gesondert darauf zu achten, dass es sich um die für diese Fahrzeugart geeigneten Reifen handelt.

Fallen auch gebrauchte oder runderneuerte Reifen unter die neue EU-Reifenkennzeichnung?

Als runderneuerte Reifen werden recycelte Reifen bezeichnet. Sie sind neuwertig, aber dennoch etwas weniger als vollkommen neue Reifen. Wurden diese nach dem 1. Mai 2021 runderneuert, dann gilt ebenfalls das neue Reifenlabel. Gebrauchte Reifen, die vor dem 1. Mai 2021 hergestellt wurden, können noch mit dem alten Reifenlabel versehen sein. Renommierte Plattformen bieten darüber hinaus auch für gebrauchte Reifen eine Garantie an.

Vergewissern Sie sich, dass Ihre Reifen den Sicherheitsstandards entsprechen!

Fazit:

Grundsätzlich ist nur die Kennzeichnung besser sichtbar. Die Datenbankregistrierung verhindert den Missbrauch. Der Konsument hat die Gewissheit, einen sicheren Reifen gekauft zu haben. Die Laufleistung fokussiert die Umweltfreundlichkeit sowie die Wirtschaftlichkeit. Bei der nächsten Überprüfung des Fahrzeuges sollten auch die Reifen einer genaueren Kontrolle unterzogen werden. Die Reifenlabels sind besser sichtbar als die alten. Die Markenhersteller platzieren die neuen Reifenlabels zentriert auf den Reifen, sodass die wichtigsten Daten besser erkennbar sind. Das weiße Label mit der farbigen Beschriftung hebt sich gut vom dunklen Hintergrund der Reifen ab.

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